Pharmazie & Ausland

Unserer Meinung nach viel zu selten wahrgenommen: Die Möglichkeit, bereits während des Studiums Erfahrungen im Ausland zu sammeln! Nur weil wir als Staatsexamen-Studiengang (zumindest auf der Ebene der Modul-Anerkennung) nicht von Bologna profitieren, heißt das nicht, dass die Option “Auslandsaufenthalt” wegfällt. Wir haben für euch die wichtigsten Informationen zusammengefasst und entsprechende Websites verlinkt.

pharmazie_und_ausland

A) Während des Studiums

  1. Erasmus
  2. Student Exchange Programme (SEP)
  3. selber organisieren

B) Praktisches Jahr

  1. Erasmus +
  2. selber organisieren

A) Während des Studiums

1. Erasmus

Das Erasmus-Programm ermöglicht es euch ein Semester an einer europäischen Partnerhochschule zu verbringen. Um herauszufinden, welche Universitäten für Pharmazeuten zur Verfügung stehen, schaut auf die nachfolgende Liste. Es ist generell ein Austausch mit allen Unis möglich, bei denen Herr Bodmeier als Ansprechpartner gelistet ist. Die aktuellen vereinbarten Austauschflüsse findet ihr hier: Link

Falls ihr allgemeine Fragen zum Programm und dessen Ablauf habt, wie z.B. Bewerbungsunterlagen oder –fristen, hilft euch die nachfolgende Website weiter. Ansprechpartner ist hier, auch für die Pharmazie, Herr Grospietsch (E-Mail: referent-sl@bcp.fu-berlin.de). Bei ihm sind am Ende auch alle Unterlagen einzureichen. Die offizielle Seite zum Erasmus-Programm der FU ist hier verlinkt.

Mit Herrn Bodmeier gilt es lediglich das „Learning Agreement“ zu vereinbaren, sprich zu klären, was ihr vor Ort für Kurse belegen wollt. Bitte informiert und überlegt euch schon vor der Kontaktaufnahme, welche Kurse euch interessieren würden (Kursangebote sind im Internet auf den Websites der Unis zu finden!). Denkt daran, dass die Kurse fast immer in der Landessprache gehalten werden! Alternativ kann es auch in Frage kommen, in einer Arbeitsgruppe der Universität mitzuarbeiten, wobei die Forschungssprache Englisch ist.

Bei jeglichen Unsicherheiten hilft euch Herr Grospietsch gerne weiter! Die Chancen einen Erasmus Platz zu bekommen, sind für Pharmazeuten groß, da es selten zu viele Bewerbungen gab. Sicherlich werdet ihr wissen warum: das Auslandssemester wird nicht anerkannt und muss hier wiederholt werden. Lasst euch davon aber nicht abschrecken: In Wirklichkeit ist das halbe Jahr ein gewonnenes Semester voller Erfahrungsschätze, Ausbau von Sprachkentnnissen und nicht zuletzt auch eine Chance fremde Kulturen kennenzulernen und Freundschaften zu schließen

2. Student Exchange Programme

Der internationale Weltverband der Pharmaziestudierenden (IPSF – International Pharmaceutical Students‘ Federation), in dem alle Pharmaziestudierende Deutschlands über den BPhD (Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland) automatisch Mitglied sind, bietet dieses Programm an. Ihr könnt in einem der ca. 50 Mitgliedsländer des IPSF ein 3-5 wöchiges (maximal 3 monatiges) Praktikum in der Offizin, Krankenhausapotheke, Industrie oder Universität absolvieren. Es ist also auch in der Vorlesungsfreien Zeit durchführbar, sodass kein Semester hier in Deutschland verlorengeht.

Der BPhD hat alle wichtigen Infos, auch zum Bewerbungsprozess, in einer Broschüre zusammen gefasst: Link

Auf der Website des SEP ( http://sep.ipsf.org/ ) findet ihr nähere Infos zu den teilnehmenden Ländern sowie Erfahrungsberichte. Jedes Land stellt sich dort kurz vor und gibt die Bedingungen für einen Austausch vor, also z.B. ob besondere Sprachkenntnisse notwendig sind, in welchem Zeitraum und für wie lange bevorzugt Praktikanten eingestellt werden, wo man vermutlich untergebracht sein wird, was für eine Tätigkeit man ausüben kann, und vieles mehr. Es ist wichtig sich genau zu informieren, denn es nützt nichts sich z.B. für ein Industriepraktikum in seinem „Lieblingsland“ zu bewerben, wenn dieses gar keine Stellen in der Industrie zu vergeben hat. Weiterhin solltet ihr euch bewusst sein, dass ihr ein Land auswählt und keine konkrete Stadt, geschweige denn eine konkrete Stelle. Ebenso gebt ihr euren bevorzugten Tätigkeitsbereich an (z.B. Offizin oder Krankenhaus). Eine Vergabe erfolgt aber allein nach Verfügbarkeit. Solltet ihr also bereits ein sehr spezielles Praktikum vor Augen haben, so ist dies vermutlich nicht der beste Weg.

Die Chance tatsächlich einen Platz zu erhalten hängt von vielen Faktoren ab. Zum einen kann der BPhD nur eine gewisse Anzahl an deutschen Studierenden für den Auswahlprozess zulassen. Zum anderen muss natürlich euer Wunschland sich für euch entscheiden! Wie ihr eure Chancen womöglich verbessern könnt, lest ihr am besten in der oben genannten Broschüre nach.

3. Selbst organisiert

Es steht euch natürlich frei jeder Zeit selbst aktiv zu werden. „Den einen Weg“ gibt es da selbstverständlich nicht. Anregungen findet ihr beispielsweise auf der Website des BPhD (http://www.bphd.de/ausland/). Es kann auch zum Erfolg führen in eurem Wunschland mögliche Arbeitgeber einfach anzuschreiben und nach Praktikantenstellen zu fragen! Ob es am Ende ein Praktikum in den Semesterferien wird oder doch ein ganzes Auslandssemester hängt von euch ab!


 

B) Während des Praktischen Jahres

1. Erasmus +

Erasmus + bietet Studierenden bis zu einem Jahr nach Studienabschluss die Möglichkeit ein Auslandspraktikum zu absolvieren. Für das PJ sind diese Bedingungen also noch zutreffend! Kooperationspartner können, müssen aber nicht, die Universitäten sein, die auch oben im Erasmus-Programm genannt wurden.

Alle weiteren Infos zu Bewerbungsunterlagen etc. findet ihr auf folgender Website: Link

Ansprechpartner ist das Büro für Internationale Studierendenmobilität der FU, den Kontakt findet ihr ebenfalls auf der genannten Website.

Achtung! Das LaGeSo muss trotzdem vorher kontaktiert werden und entscheidet im Einzelfall, ob ein solches Auslandspraktikum hier auch anerkannt wird!

2. Selbst organisiert

Möglichkeiten das PJ im Ausland zu verbringen, gibt es sicherlich viele. Am besten ihr beginnt frühzeitig euch zu informieren, Nachforschungen anzustellen und Leute zu kontaktieren. Wichtig ist, dass ihr eure Pläne vor Ausreise mit dem LaGeSo absprecht, um sicherzugehen, dass euch die 6 Monate am Ende hier auch anerkannt werden!

Der BPhD hat eine Checkliste und nützliche Links auf seiner Website zusammengestellt: Link

Auf der Bayrischen Landesapothekerkammer finden sich viele Erfahrungsberichte, die euch vielleicht bei der Ideenfindung weiterhelfen: Link